Ansicht klein (Strg -)Bild breiterAnsicht groß (Strg +)          
 

Romane zu konkreten Utopien

Erzählende Ausschnitte aus einem möglichen Alltag der Welt von morgen (A4-Infoseiten zu den Romanen)
++ Die Romane: Konkrete, emanzipatorische Zukünfte aus dem SeitenHieb-Verlag++


Reihenlogo FernSicht (Romane)Unsere Romane sind ein bisschen Science Fiction, aber nicht in klassischer Form einer zukünftigen Welt. Jedes Buch bietet Ausschnitte aus einem möglichen Alltag auf der Welt - heute, morgen oder ganz weit weg. Spannend, informativ, anregend ... zwei der Romane zudem in einer geschlechtsneutralen Sprache geschrieben, die extra dafür entwickelt wurde.

Die Aliens sind unter uns

Die Aliens sind unter uns (von Christoph Spehr)
Sie gehen nicht einkaufen. Sie kochen nicht, sie ziehen ihre Kinder nicht selbst groß, sie produzieren nichts, was man essen, anziehen, lesen oder anschauen kann. Dafür gibt es andere: normale Menschen eben. Und denen können sie ganz genau begründen, warum sie effizienter werden und den Gürtel enger schnallen müssen, warum alle mitmachen müssen, um den Planeten zu retten, den Standort, das Abendland oder was immer.
Christoph Spehr spürt die "Aliens" unter uns auf, in Regierungen und Konzernen genauso wie im Betrieb, in der Familie, in Schule und Universität. Er zeigt, wie in unserer Gesellschaft Macht ausgeübt und begründet wird - gerade dort, wo sie sich vernünftig, offen und demokratisch gibt. Spehr fordert eine "Politik der Autonomie", die sich nicht der immer besseren Verwaltung der Welt verschreibt, sondern Herrschaft abwickelt. Und er fragt, wie wir künftig mit den Aliens in uns selbst umgehen sollen. (Beschreibung auf Amazon) 320 S., Erschienen im Mai 2015.
10 Euro
ISBN 978-3-86747-054-4

 
Suizidalien

Suizidalien (von Jörg Bergstedt)
Irene hatte für eine freie Welt gekämpft. Rückblickend war schon vieles besser geworden, aber Irene war nie zufrieden. Dann trafen sie mehrere Schicksalsschläge. Ihr Leben geriet aus den Fugen, sie schaffte es nicht mehr, sich neu zu motivieren. Um den Alltag zu vergessen, half sie nach und stürzte immer weiter ab. Mehrere Anläufe, sich wieder zu fangen, scheiterten. Dann hörte Irene von einer Neuerung in der sich weiter von den alten Herrschaftsstrukturen befreienden Welt: Es gab einen Ort, an dem Menschen ihrem Leben ein Ende setzen konnten – ohne Angst vor dem Sterben in einem angenehmen Umfeld. Zwei Jahre kämpfte Irene mit dem Gedanken und war zunehmend fasziniert von der Hoffnung auf ein würdiges Ende. Sie schlich mehrfach um das Gelände. Doch einen Einblick erhielt sie erst, nachdem sie sich entschloss, diesen Weg zu gehen. Der Roman schildert die letzten Stunden von Irene. Sie erlebt eine eingemauerte Welt mit Menschen, die nicht mehr zu verlieren haben, wo Macht oder Reichtum keinen Sinn mehr ergeben. Es werden die interessantesten Stunden im Leben von Irene. Nie zuvor lernte sie so viele Menschen neu kennen, führte so intensive Gespräche und entwickelte so kreative Ideen – jetzt, wo es nichts mehr nützte. Begleiten Sie Irene durch die letzten Stunden ihres Lebens und lassen Sie sich anstecken von dem, was Menschen miteinander machen, wenn sie nur noch sich selbst und wenige Tage Zeit haben. Erschienen im Mai 2015.
10 Euro
ISBN 978-3-86747-055-1

 
Hinter den Laboren

Hinter den Laboren (von Jörg Bergstedt)
Es ist ein alter Menschheitstraum: Nicht zu altern und nicht zu sterben. Mit einer bahnbrechenden Entdeckung in den Laboren der Spezialfirma BioGeronto scheint er Wirklichkeit zu werden. Doch Komplikationen treten auf. Die Technik wird teuer - und es bedarf der Forschung an Embryonen. Gesellschaftlicher Widerstand regt sich - üblicherweise kein Problem für die FirmenmanagerInnen. Denn soziale Bewegungen sind handzahm geworden. Doch diesmal verläuft die Sache anders. Die Branche gerät unter Druck - und macht Fehler. Laborbaustellen werden besetzt, dann zerstört. Die Polizei nimmt ihre GegnerInnen auch zu leicht. Und muss lernen. Eine Sonderkommission ermittelt. Das Drama nimmt seinen Lauf. Zwischen Spurensicherung, Vernehmungen, öffentlichen Debatten und Strippenziehen hinter den Kulissen der Finanzförderungen entwickelt sich ein Krimi der besonderen Art. Glauben Sie ja nicht, die phantastische Erzählung könnte nicht wahr sein. Erschienen im Juli 2015.
10 Euro
ISBN 978-3-86747-056-8

Rezension im GID Nr. 234 (Februar 2016, S. 48): Hinter den Laboren
Den Hinweis "Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig." suchen Sie in diesem Buch vergeblich. Die Nähe zu bekannten Skandalen macht den Reiz von "Hinter den Laboren" aus. Wer sich in den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren in der Gentechnik-kritischen Bewegung Deutschlands getummelt hat, wird in Jörg Bergstedts Roman Vieles (wieder-)entdecken. Das hat dem Rezensenten oft großen Spaß bereitet. Ein interessanter, in weiten Teilen gelungener Versuch verdient Erwähnung: Bergstedt hat mit Unterstützung "mehrere[r] Personen unterschiedlicher Geschlechtszuweisung" eine geschlechterrollenfreie Sprache entwickelt; mit neuen Wortformen, Artikeln und anderem. Die vielleicht spannendste Frage, die am Ende offen bleibt, ist: Wo bekomme ich die Liste mit den Auflösungen welcher reale Name sich hinter welchem Namen im Roman verbirgt? Christof Potthof
Jörg Bergstedt: Hinter den Laboren. Roman, SeitenHieb-Verlag (2015), 298 Seiten plus Glossar, 10 Euro, ISBN 978-3-86747-056-8.

 

Mehr zu Herrschaftskritik und Utopien auf anderen Seiten:

Bestellformular ++ Eingangsseite